Bombendrohung gegen Crown Iris: Sicherheitscheck vor Syros

Eine Bombendrohung gegen die Crown Iris hat am Dienstag, den 3. November 2026, zu einer Sicherheitsoperation im Hafen von Syros geführt. Griechische Behörden durchsuchten das auf dem Weg nach Haifa befindliche Kreuzfahrtschiff, nachdem eine unbekannte Person behauptet hatte, ein Sprengsatz sei am Schiffsrumpf angebracht worden.

Was ist passiert?

Laut Cyprus Mail kontaktierte die unbekannte Person den Kapitän direkt per UKW-Funk und behauptete, am Unterwasserbereich des Schiffs sei eine Bombe angebracht. Der Kapitän informierte daraufhin die Hafenbehörde. An Bord befanden sich nach Angaben von Cyprus Mail 940 Passagiere und 597 Besatzungsmitglieder, zusammen 1.537 Personen, wie das Portal JFeed berichtete.

Küstenwache-Personal durchsuchte das Schiff mit Unterstützung eines Sprengstoffspürhunds und eines privaten Tauchers, eine Spezialeinheit wurde zum Einsatzort entsandt. Eine erste Durchsuchung durch die Hafenbehörde ergab keine verdächtigen Gegenstände, wie Cyprus Mail berichtete. Nach Angaben der Jerusalem Post, die sich auf Kathimerini beruft, sollte eine Unterwassereinheit der Küstenwache eine zweite, gründlichere Untersuchung durchführen, bevor das Schiff seine Fahrt fortsetzen konnte. Eine mögliche Evakuierung von Passagieren und Besatzung, über die die griechische Seite Keep Talking Greece berichtete, wurde nicht von allen Quellen bestätigt. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Die Drohung ereignete sich, nachdem lokale Behörden einen linksgerichteten Protest gegen das Anlegen des Schiffs in Syros untersagt hatten, berichtet die Jerusalem Post. Die Crown Iris war laut JFeed bereits im Juli 2025 bei einem Zwischenfall in Syros betroffen, der das Schiff damals zu einem Umweg nach Zypern zwang. Reuters berichtete zudem, dass am selben Tag mindestens sieben Flüge sowie ein weiteres Kreuzfahrtschiff in Europa Bombendrohungen erhielten, ohne dass Sprengsätze gefunden wurden. Eine offizielle Schuldzuweisung gab es in keinem der Fälle.

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Was die AIS-Daten zeigen

AIS-Trackdaten zur Crown Iris im Zeitraum um die gemeldete Bombendrohung – Quelle: Schiffsradar24.de – zum Abspielen ▶ drücken

Die ausgewerteten AIS-Daten zur Crown Iris weisen für den 1. November 2026 um 06:19 Uhr eine kurze Stopp-Phase nahe der Position 37,93° N / 23,61° O aus, bei der das Schiff nur noch 0,6 Knoten Fahrt machte – nach einer Annäherung mit durchschnittlich 13,9 Knoten in den sechs Stunden zuvor. Um 06:59 Uhr nahm das Schiff mit 5,1 Knoten wieder Fahrt auf. In der Nähe waren laut AIS mehrere Lotsenboote sowie ein Schlepper unterwegs, darunter die Fahrzeuge Christos XLVII, Christos XXI, Christos XXX, SVS I, Protug 88, Stratos, Protug 17, Megalochari VII, Rea, Pantokrator, Endeavour und Christos 73, die zwischen 05:20 Uhr und rund 12:20 Uhr in der Umgebung registriert wurden.

Wichtig für die Einordnung: Der erfasste AIS-Datenpunkt liegt rund 63,3 Kilometer vom in den Medienberichten genannten Ort der Bombendrohung entfernt, und das Datum der AIS-Stopp-Phase (1. November) weicht vom medienseitig berichteten Zeitpunkt der Drohung (3. November) ab. Eine eindeutige Zuordnung dieses AIS-Manövers zum beschriebenen Sicherheitsvorfall ist daher nicht möglich – AIS-Daten können Lücken aufweisen, und nicht jede Positionsänderung lässt sich einem konkreten Ereignis zuordnen. Nach der Stopp-Phase legte das Schiff laut AIS rund 435 Kilometer zurück, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 13,8 Knoten. Die letzte erfasste Position datiert auf den 3. November 2026, 18:53 Uhr: Die Crown Iris lag dort festgemacht bei 37,44° N / 24,95° O, etwa 129 Kilometer vom ursprünglichen AIS-Ereignisort entfernt.

Das Schiff

NameCrown Iris
TypPassagierschiff
IMO8814744
Länge207 m
ZielHaifa

Die unter panamaischer Flagge fahrende Crown Iris wird von der israelischen Reederei Mano Maritime betrieben und hat normalerweise Haifa als Heimathafen, wie JFeed berichtete.

Wie geht es weiter?

Laut Cyprus Mail wurden weitere Inspektionen durch Spezialisten der Küstenwache erwartet, bevor das Schiff seine Fahrt fortsetzen konnte. Zum weiteren Ablauf und einem möglichen Ergebnis der zweiten Untersuchung lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine abschließenden Angaben vor.

Quellen

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