Seenotrettung live – Seenotrettungskreuzer auf der Karte
Bei Sturm, Nebel und Nacht rund um die Uhr einsatzbereit: Seenotretter holen jedes Jahr Hunderte Menschen aus Seenot. Hier siehst du live, wo Seenotrettungskreuzer und Rettungsschiffe gerade unterwegs sind – und lernst die bekanntesten Kreuzer der DGzRS kennen.
Speziell für die deutschen Seenotretter: In unserem Dashboard Seenotretter live findest du alle 20 Kreuzer mit letzter Position, aktuelle Einsätze, die Flotte im Bild und unsere Spendenaktion.
Im Radar zählen alle Schiffe mit dem AIS-Typ „Search and Rescue“ – weltweit, also auch Küstenwachen und Rettungsboote anderer Länder. Die Kreuzer und Boote der DGzRS sind fast vollständig dabei.
Die größten Seenotrettungsschiffe – gerade im Radar
Die zehn längsten Schiffe dieses Typs, die in den letzten 24 Stunden eine AIS-Position gesendet haben – mit Status, Ziel und Link zur Karte.
Berühmte Seenotrettungskreuzer
Der größte Seenotrettungskreuzer der Welt, die Kreuzer auf Rügen und in Cuxhaven – und zwei Schiffe, die Geschichte geschrieben haben.
Wer auf Nord- und Ostsee rettet: die DGzRS
Für die Seenotrettung in den deutschen Gewässern von Nord- und Ostsee ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zuständig. Sie wurde 1865 in Kiel gegründet und hat ihren Sitz in Bremen. Das Besondere: Die DGzRS finanziert sich ausschließlich aus Spenden – ohne Steuergelder.
Rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote sind auf etwa 55 Stationen zwischen Borkum und Usedom stationiert. Gesteuert werden alle Einsätze von der Seenotleitung (MRCC) in Bremen, die rund um die Uhr besetzt ist.
Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote
Die DGzRS setzt zwei Arten von Einheiten ein. Seenotrettungskreuzer sind 20 bis 46 Meter lang und mit fest angestellten Besatzungen rund um die Uhr einsatzbereit. Seenotrettungsboote sind kleiner, meist rund 10 Meter lang, und werden von freiwilligen Seenotretterinnen und Seenotrettern gefahren.
Typisch für die deutschen Kreuzer ist das Tochterboot: ein kleines Beiboot, das in einer Wanne im Heck liegt und über eine Klappe zu Wasser gelassen wird. Damit kommen die Retter auch in flaches Wasser und dicht an Menschen im Wasser heran. Alle Kreuzer sind selbstaufrichtend – kentern sie in schwerer See, richten sie sich von selbst wieder auf.
So läuft ein Einsatz ab
Ein Notruf erreicht die Seenotleitung Bremen über UKW-Seefunk Kanal 16, über das digitale Notrufsystem DSC oder per Mobiltelefon unter 124 124. Die Seenotleitung alarmiert dann den nächstgelegenen Kreuzer oder das nächste Boot und koordiniert bei Bedarf weitere Schiffe, Hubschrauber und Nachbarländer.
Die Einsätze reichen von medizinischen Notfällen auf Inseln über Wassersportler in Not bis zu brennenden Schiffen. Viele Hilfeleistungen sind unspektakulär – ein Segelboot mit Maschinenschaden wird eingeschleppt, bevor daraus ein echter Notfall wird.
Seenotrettung im Schiffsradar
Rettungseinheiten senden im AIS den eigenen Schiffstyp 51 „Search and Rescue“. Deshalb kannst du die Kreuzer der DGzRS auf unserer Karte live sehen – meist liegen sie einsatzbereit an ihrer Station, bei Übungen und Einsätzen siehst du sie fahren.
In den Zahlen oben stecken alle Schiffe mit diesem AIS-Typ weltweit: auch Küstenwachen, Rettungsboote anderer Länder und Behördenschiffe. Bekannte Organisationen im Ausland sind zum Beispiel die britische RNLI und die niederländische KNRM.
Häufige Fragen zu Seenotrettern
Wie viele Seenotrettungsschiffe sind gerade unterwegs?
Wie viele Seenotrettungsschiffe gerade unterwegs sind, siehst du live oben auf dieser Seite: die Zahl der Schiffe, die in den letzten 24 Stunden eine AIS-Position gesendet haben, und wie viele davon gerade in Fahrt sind. Das Radar erfasst Schiffe, deren AIS-Signal von Landstationen empfangen wird – vor allem an den Küsten und auf den großen Schifffahrtsrouten; auf hoher See fehlen manche Schiffe zeitweise.
Wer bezahlt die Seenotretter in Deutschland?
Die DGzRS finanziert ihre Arbeit ausschließlich aus Spenden und Zuwendungen – sie bekommt keine Steuergelder. Dazu gehören auch die bekannten Sammelschiffchen.
Welches ist der größte Seenotrettungskreuzer?
Der größte Seenotrettungskreuzer der DGzRS ist die 46 Meter lange HERMANN MARWEDE, stationiert auf Helgoland. Sie gilt als größter Seenotrettungskreuzer der Welt.
Wie setze ich auf See einen Notruf ab?
Über UKW-Seefunk auf Kanal 16, über das digitale Notrufsystem DSC oder per Mobiltelefon unter 124 124 – damit erreichst du direkt die Seenotleitung Bremen der DGzRS.
Was ist ein Tochterboot?
Das Tochterboot ist ein kleines Beiboot, das ein Seenotrettungskreuzer im Heck mitführt. Es wird über eine Heckklappe zu Wasser gelassen und kommt in flaches Wasser und dicht an Menschen im Wasser heran.
