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Kreuzfahrtschiffe

Urlaub auf See – über 2 Millionen Deutsche machen Jährlich Urlaub auf dem Schiff!

Die Kreuzfahrtbranche boomt seit vielen Jahren – In Zeiten von Terrorismus und Staatskrisen sehnt sich der Urlauber nach Sicherheit und trotzdem will er etwas erleben und sehen von der Welt. Welche Urlaubsform wäre da besser geeignet als ein Kreuzfahrtschiff? Ein Entertainment-Hotel, welches dir die Attraktionen der Welt zeigt!


Die Kreuzfahrtreederein auf Schiffsradar24.de


Hier findest DU eine Auswahl von Kreuzfahrtgesellschaft mit allen dazugehörigen Schiffsposition der Kreuzfahrtschiffe!

 

Weltweit sind jährlich mehr als 23 Millionen Menschen auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs und die Zahl steigt von Jahr zu Jahr. Die Top-3 Marktführer in dem Segment heißen Carnival Cruises, Royal Caribbean Cruises und Norwegian Cruises. Diese teilen den Markt unter sich auf und bestehen aus vielen Separaten Kreuzfahrtreederein. So gehört z.B. die AIDA Cruises, Costa Crociere und die traditionsreiche Cunard Line zum Carnival Corporation & plc Unternehmen.

Passagiere aus Nordamerika sind dabei die Spitzenreiter mit einem Anteil von mehr als 58%. Danach kommen die Europäer mit etwa 29% gefolgt von Asien und Australien. Die Deutschen sind unter den Europäern aber das reiselustigste Land. Dabei greifen wir natürlich besonders gerne zu unseren eigenen Schiffen der AIDA, TUI oder Hapag Lloyd.

 


Die Geschichte der Kreuzfahrt

Die Geschichte der heute bekannten Kreuzfahrerei ist noch recht jung, allerdings wurde der Grundstein bereits Mitte des 19.Jahrhunderts gelegt als die Menschen vom alten Kontinent aufbrachen in eine bessere Welt – Nach Nordamerika!

Mit dem Transatlantikliner in die neue Heimat

Die Ozeandampfer waren auf der Verbindung zwischen Europa und Nordamerika das Verkehrsmittel für Auswanderer und zum Transport von Waren. Allerdings war die Reise auf den Schiffen nicht mit heutigen Kreuzfahrten vergleichbar. Die Passagiere wurden in meist fünf Klassen unterteilt, wobei die Auswanderer der unteren Klassen in den Tiefen des Schiffes verweilen mussten und meist nicht einmal frisch Luft bekamen. Geschlafen wurde in Kabinen mit bis zu 15 Personen und das Essen musste in langen Schlangen ausgefasst werden.
In den oberen Klassen ging es dagegen sehr viel bequemer zu und der Luxus und die Dekadenz der Zeit zeigte sich deutlich. Die Ticketpreise machten es möglich, dass die Upper-Class unter sich bleiben konnte und somit beim Flanieren und speisen nicht gestört wurde.



 

1891 – die Erste Kreuzfahrt

Der Deutsche Geschäftsmann und Generaldirektor der Hapag – Albert Ballin kam auf die Idee Vergnügungs Kreuzfahrten an gut betuchte Interessenten zu verkaufen. Diese sollten der Hapag-Reederei durch schwierige Wintermonate helfen. Somit bot die Reederei Fahrten durch die Karibik und den Orient an, welche der Oberen Klasse vorbehalten war. Das Geschäft lief gut und so wurde sich vollends auf die Kundschaft eingestellt und ein erstes, echtes Kreuzfahrtschiff gebaut – die „Prinzessin Victoria Luise“
Hapag – Hamburg-Amerika Paketfahrt-Aktiengesellschaft

Die Schiffe

Als die Transatlantik Fahrten Mitte des 19 Jahrhunderts begannen waren die Schiffe recht kleinen Raddampfern mit einer Hilfsbeseglung. Da die USA schnell heranwachsen und die Einwanderungszahlen immer weiter anstiegen. Wurde auch die Entwicklung der Schiffe stetig vorangetrieben. Durch den Einsatz von Dampfmaschinen wurden die Liner unabhängig vom Wetter und auch zuverlässiger im Transport von Personen und Waren.Der Konkurrenzkampf der Reedereien wurde immer größer, da neben Großbritannien und den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien Linienverbindungen unterhielten!

Zur Jahrhundertwende hatten die Oceanliner eine Größe von etwa 250m und eine BRZ von 35.000 bis 50.000t und konnten mehrere 1000 Passagiere befördern. Die Schiffe wurden aber nicht nur größer, sondern auch schneller. Je schneller ein Schiff war, desto teurer konnten die Tickets angeboten werden, außerdem stieg dadurch das Ansehen des Schiffes und der Reederei. Die Schiffe erreichten teilweise Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 28ktn!

Der erste Weltkrieg unterbrach die Erfolgsgeschichte der Schiffe, da die Weltmeere unsicher wurden und die Oceanliner in Kriegsdienst gestellt wurden. Die 20er Jahre beflügelten dann aber wieder die Branche und neue Schiffe mit neuen Standards wurden in Auftrag gegeben. So wurde z.B. die Kohlefeuerung durch eine Ölfeuerung abgelöst wodurch die Effizienz der Maschinen gesteigert wurde und die Geschwindigkeit weiter angehoben werden konnte. Außerdem wurden die Schiffe mehrheitlich auf Tourismus und das angenehme Reisen ausgelegt und weniger auf den Massentransport! Ein Meilenstein war dabei die 1927 gebaute französische „Normandie“ mit einer Länge von 300m und einer BRZ von 80.000t. Selbst für heutige Verhältnisse eine gigantisches Schiff! Außerdem erreichte sie eine Geschwindigkeit von mehr als 32 Knoten, zum Vergleich: die AIDAprima erreicht 22 Knoten!

Als der zweite Weltkrieg ausbrach wurden die Verbindungen eingestellt bzw. die Schiffe in den Kriegsdienst gestellt! Da sie durch die Entwicklung und den Wettbewerbskampf immer schneller wurden, waren sie die perfekten Truppentransporter! Handelsschiffe waren eine leichte Beute für die deutschen U-Boote, gegen die riesigen Oceanliner hatten sie in Anbetracht der Geschwindigkeit aber kaum eine Chance! Dennoch wurde eine Vielzahl der Liner versenkt, da die Angriffstaktiken der deutschen Kapitäne immer ausgefeilter wurden. Die Schiffe wurden für Ihre Zwecke als Truppentransporter notdürftig umgebaut um möglichst viel Platz zu schaffen, außerdem bekamen Sie einen einfachen Tarnanstrich.

Die Wiederbelebung einer Branche

In den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts stand die Linienschifffahrt noch einmal aus der Asche auf, bevor das Schicksal der Linienschiffe endgültig durch das Flugzeug besiegelt wurde! Die stolzen Schiffe brauchten für die Überquerung des Nordatlantiks rund vier Tage, ein Flugzeug schafft die Strecke hingegen in wenigen Stunden. Die Linienverbindungen verloren damit immer mehr an Bedeutung bis 2004 endgültig das Ende kam. Die letzte Queen der Cunard Line wurde in den Ruhestand geschickt.

Der Wandel zur Kreuzfahrtgenaration

Die Transatlantikliner verloren an Bedeutung, aber der Drang nach Erholung und Reisen stieg in der Weltbevölkerung durch den wachsenden Wohlstand immer weiter an. Somit entstanden aus den Linienschiffen die neuen Kreuzfahrtschiffe. Diese wurden ab den 70er Jahren umgebaut und verkehrten dann auf Kurzreisen durch die Karibik, durch das Mittelmeer oder in anderen Teilen der Welt. Teilweise fuhren diese Schiffe bis zur Jahrtausendwende. Mit der Zeit wurden sie allerdings immer wartungsintensiver, außerdem entsprach die Technik nicht mehr den derzeitigen Standards und die Sicherheitsbestimmungen sowie die Ansprüche an die Tourismusbranche konnten nicht mehr erfüllt werden.

Kreuzfahrt Next Generation

Die nächste Generation der Kreuzfahrtschiffe entstand, diese sind speziell auf den Kunden und das Einsatzgebiet zugeschnitten. Das Klientel war nicht mehr nur die Wohlhabende Oberklasse, sondern vielmehr Jedermann. Es gibt mittlerweile die Kreuzfahrt für jeden Geldbeutel, für jedes Urlaubsziel und für jeden Geschmack!


die Vielfalt der Heutigen Kreuzfahrt-Welt

Eine Kreuzfahrt dient, anders als bei der Linienschifffahrt, nur dem persönlichen Vergnügen der Gäste. Vergleichbar sind die Reisen mit einer All-Inclusiv Pauschalreise in ein Urlaubsgebiet. Bei der Kreuzfahrt muss sich der Passagier an Bord um nichts weiter kümmern, als um sein Vergnügen und seine persönlichen Bedürfnisse.

Die Schiffe folgen dabei einem festen Fahrplan und ermöglichen es dem Passagier somit in kurzer Zeit viel von einem großen Gebiet zu sehen. Durch die einzelnen Seepassagen wird es dem Gast ermöglicht das Schiff mit seinen Einrichtungen in vollem Umfang zu nutzen, ob dies in einem der zahlreichen Restaurants und Bars passiert, bei der Animation an Deck oder einfach nur mit einem Buch und einer Decke an der Reling ist dabei jedem Reisenden selbst überlassen! Der Gast hat durch diese Art der Kreuzfahrt genügend Zeit für Landausflüge und auch für das Schiff als schwimmendes Erlebnishotel. Die Kreuzfahrtgesellschaften stellen sich bei der Konzepterarbeitung ganz auf den Kunden ein. Deutsche Touristen legen viel Wert auf ein Breites Angebot und einen ansprechenden Hafen/Landausflüge. Gäste aus Großbritannien sind besonders an Seetagen interessiert und Amerikanische Gäste wiederum setzen auf kurze Fahrten und viel Entertainment an Bord.

Fun Cruising

Der wohl größte und beliebteste Kreuzfahrt Trend – das Fun Cruising oder Billig-Kreuzfahrten oder Massentourismus! Im Vordergrund steht die Unterhaltung an Bord und im Nachtleben des jeweiligen Liegeplatzes. Reisen dieser Art werden meist auf großen Schiffen mit 2000, oder mehr Passagieren durchgeführt, um die Kosten pro Kopf gering zu halten. Besonders beliebte sind diese Reisen seit den 80er Jahren bei Amerikanern. Die Schiffe bieten dabei Kinos, Kletterwände, Schlittschuhbahnen usw. AIDA Cruises und TUI Cruises setzen auch vermehrt auf den Trend, aber verpackt in traditionellen Tugenden. So gibt es an Bord dennoch ein Captain’s Dinner und eine lockere Kleiderordnung.

Klassische Kreuzfahrt

Kreuzfahrten dieser Gattung orientieren sich an den traditionsreichen Oceanlinern, so sind die Schiffe meist Klassischer Bauart und die Fahrzeit beträgt zwischen acht und 14 Tagen. Bei ihnen steht die Erholung und Ruhe sowie das Schiff, die Seereise und das Ziel im Fokus. Die Schiffe bieten dabei viel Platz für die individuelle Zeitgestaltung der Passagiere und ein ausgewogenes Unterhaltungsprogramm. Treue Anhänger dieser Kreuzfahrten finden sich in der Gehobenen und Mittelklasse, demzufolge sind auch die Ticketpreise höher als bei einer reinen Vergnügungsreise. Anbieter in Deutschland sind z.B. Phönix Reisen, Hapag Lloyd Cruises, Transocean Kreuzfahrten!

Transatlantik-Kreuzfahrten

Bei der Überquerung des Atlantiks sind die Schiffe meist viele Tage auf See und folgen dabei den klassigen Linienschiff-Routen, oder moderne Routen über Island, Grönland! Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar das Schiff und die klassische Seereise. Viele zusammenhängende Seetage ist ein Alleinstellungsmerkmal der Transatlantik-Kreuzfahrten und wird daher auch nicht regelmäßig angeboten. Meist werden diese im Zuge einer Repositionierung der Schiffe im Frühjahr und Herbst angeboten.

Schnupperkreuzfahrt

Mini-Kreuzfahrten werden immer beliebter, sie dauern in der Regel zwei bis fünf Tage und werden meist im Ost/Nordsee und Mittelmeerraum angeboten. Dabei kann der Kreuzfahr-Neuling einen Einblick in die Welt der Kreuzfahrten erhalten, ohne das er gleich für 14 Tage an ein Schiff gefesselt wird.

Kreuzfahrten auf dem Segelschiff

Eine kleine Zahl von Kreuzfahrtgesellschaften bietet auch Kreuzfahrten auf Großseglern an. Dabei liegt die klare Fokussierung auf dem Abenteuer Segeln und der Ruhe und Entspannung. Der Passagier muss dabei auf eine Auswahl an Bars und Restaurant sowie auf ein spektakuläres Unterhaltungsprogramm verzichten, bekommt dafür aber pure Seefahrt serviert! Gesegelt wird auf historischen Schiffen, welche umfangreich modernisiert wurden, oder auf Neubauten wie der Star Clipper.

Expeditionskreuzfahrten

Ein Nischensegment, welches immer beliebter bei den Passagieren wird. Die Kreuzfahrten finden meist in Polarregionen oder flachen Küstennahen Regionen statt. Dies erfordert spezielle, meist kleinere Schiffe! Expeditionsschiffe sind Hochseetauglich mit geringen Tiefgang und besitzen meist eine Eisklasse, was ihnen das Befahren von Polarregionen ermöglicht! An Bord gibt es meist kaum Entertainment, vielmehr liegt der Fokus auf der Seereise! Anbieter sind z.B. die Hapag Lloyd Cruises und Hurtigruten.


Der Gigant der Karibik – 361m für 4900 Passagiere

Harmony of the Seas

Mit Abstand der größte Dampfer ist die Harmony of the Seas, welche für die Royal Caribbean Cruises fährt. Das Schiff wurde erst im Mai 2016 in Dienst gestellt und kreuzt seit dem durch die Karibik.

Daten:

  • Länge 361m
  • Breite 66,5m
  • Tiefgang 9,1m
  • BRZ 225.282t
  • 16 Decks
  • 5479 Passagiere
  • 20 Restaurants
  • 23 Pools





Das (TV)Traumschiff seit 1981 schippert es durch die deutsche Fernsehlandschaft

Das bekannteste Schiff der Deutschen ist aber sicherlich Das Traumschiff, dass seit 1981 in See sticht! Mittlerweile gab es aber bereits fünf Traumschiffe, am bekanntesten ist aber die MS Deutschland von 1999 bis 2015 nach der Insolvenz der Reederei wechselt das ZDF aber das Schiff und dreht seit dem auf der MS Amadea.

„Guten Morgen von der Brrrrücke“ – Kapitän Morten Hansen und seine Crew

Ein anderes TV-Schiff ist die MS Amadea, MS Artania und MS Albatros aus der ARD Doku Verrückt nach Meer – Besser bekannt sind die Schiffe, welche für die Phönix Reisen Reederei fahren, unter dem Spitznamen „Grand Lady“!

Seit 2009 nimmt uns das ARD in der Dokumentation mit auf die Reise zu den wunderschönsten Reisezielen auf der ganzen Welt! Besonders interessant sind dabei die Einblicke in das alltägliche Bordleben, abseits der Passagiere. Außerdem lernt der Zuschauer die Stammbesatzung die Passagiere und die Reiseziele kennen. Eine sehenswerte Sendung und eine Tolle Werbung für Phönix Reisen!

Das Format scheint zu Funktionieren, denn seit einiger Zeit gibt es das Passende Gegenstück zu Verrückt nach Meer – Verrückt nach Fluss!


Auswirkung von Kreuzfahrten auf Land und Leute

Die Branche boomt und transportiert 24 Millionen Menschen zu den schönsten Zielen der Welt, aber was bringt es der Bevölkerung vor Ort?
Auf den ersten Blick ist es durchaus positiv für die örtliche Tourismusbranche und die Wirtschaft, immerhin bringen die Schiffe zahlende Kundschaft in Bars, Restaurants und andere Läden. Außerdem wollen die Passagiere auf Ihren Landausflügen auch bewirtet und unterhalten werden, dazu kommt noch ein Ortskundiger Guide. Nachdem die Busse die Touristen wieder vor Ihrem schwimmenden Hotel abgesetzt haben ist die zahlende Kundschaft aber auch schnell wieder weg. Gegessen wird natürlich am bereits bezahlten Buffet auf dem Schiff, der Müll und die Schäden an der Natur bleiben aber an Land. Wirklich lukrativ sind die Kreuzfahrtgäste also nur für den Hafen, die Busunternehmen und den örtlichen Souvenirhändler. Ein weitere Negativfaktor ist die Umweltbelastung in den Hafenregionen durch die Schiffe. Im Hafen sind die meisten Kreuzfahrtschiffe auf Ihre Dieselgeneratoren angewiesen um den nötigen Strom zu erzeugen, dabei werden während der Liegezeit immense Abgase produziert. Ein Umdenken findet in diesem Punkt aber derzeit statt, da immer mehr Neubauten mit Flüssiggas LNG betrieben werden und einen Landstromanschluss besitzen. Dieser muss allerdings vom Hafen bereitgestellt werden.
Andere Urlaubsformen wie die Pauschalreise, oder die Individualreise halten den Urlauber am Urlaubsort und spülen somit Einnahmen in die Kassen der örtlichen Wirtschaft durch Hotels, Restaurants, Bars und die örtliche Tourismusbranche.
Wie sich der Trend der Branche auf die ehemals beliebten Urlaubsziele auswirken wird wohl erst die Zukunft zeigen.

Die sinkende Stadt – Venedig

Ein Besuchermagnet ist Venedig schon seit vielen Jahrzehnten, mittlerweile haben aber auch die Kreuzfahrtgesellschaften die Stadt für sich entdeckt. Mehr als 1500 Kreuzfahrtschiffe fahren die Stadt Jährlich an und spülen mehr als 500 Millionen Euro in die Stadtkasse. Neben dem Geld spülen die Giganten aber auch Wassermassen in die Stadt, welche der ohnehin fragilen Stadt weiter zusetzt. Die Stadt platzt in den Sommermonaten aus allen Nähten und die schwierige Infrastruktur der Lagunenstadt kommt immer mehr an ihre Grenzen.
Die Lage ist mittlerweile so ernst, dass die UNESCO mit dem Entzug des Titels „Weltkulturerbe“ droht und stattdessen Venedig auf die Liste der bedrohten Sehenswürdigkeiten setzen würde. Die Forderung des UNESCOS Komitee ist eindeutig:

  • Große Schiffe das Einfahren in die Lagune verbieten
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Lagune
  • Verringerung des Schiffsverkehrs
  • Ausbaggerung der Fahrrinne stoppen
  • Anzahl der Touristen reduzieren

Ausfahrt der Celebrity Constellation aus der Lagunenstadt in Zeitraffer!


Spektakulär für alle Passagier und Touristen an Land, aber leider auch ein verheerender Trend, der die Lagunenstadt Venedig weiter bedroht.

Was sagt die Umwelt zu dem Boom der Kreuzfahrtbranche?

Die Auswirkungen auf die Natur welche durch die Kreuzfahrtschiffe verursacht werden, rückt immer weiter in den Fokus. Bisher fahren Schiffe, egal ob Handelsschiffe oder Passagierschiffe mit Schweröl, dies entsteht als Abfallprodukt bei der Raffinierung von Erdöl! Der Treibstoff ist daher günstig, aber auch sehr umweltschädlich! Kleine Schiffe fahren mit sogenannten Marinediesel, dieser ist teurer aber belastet die Umwelt auch weniger stark.

Außerdem müssen die meisten Kreuzfahrtschiffe Ihre Schiffsmotoren in den Häfen laufen lassen um Strom erzeugen zu können. Dies sorgt natürlich für eine immense Luftverschmutzung auf kleinsten Raum. Man stelle sich einen Hafen einer Stadt oder Insel vor in welcher fünf Kreuzfahrtschiffe und mehrere Handelsschiffe zeitgleich liegen!

Einsatz von modernen Antriebstechniken

Seit einigen Jahren wurde dieser Umweltverschmutzung der Kampf angesagt! Moderne Schiffe verfügen bereits über Katalysatoren welche Schadstoffe aus den Abgasen filtern. Als neuartiger Treibstoff kommt vermehrt Flüssigerdgas zum Einsatz (LNG). Dadurch werden Emissionen von Schwefeloxid und Feinstaub nahezu völlig vermieden! Die neue AIDAPrima verfügt über einen Hybridmotor, damit kann sie auf See mit Schweröl gefahren werden und in Häfen auf das umweltfreundliche LNG zurückgreifen. Die nächste Generation der AIDA Schiffe sollen dann zu 100% auf LNG setzen!

Einige Häfen auf der Welt verfügen bereits Heute über Landstrom-Anschlüsse um moderne Kreuzfahrtschiffe versorgen zu können, somit kann der Schiffsmotor während eines Landganges komplett abgeschalten werden. Durch seine zentrale Lage verfügt der Hamburger Hafen bereits über solche eine Anschlussmöglichkeit für Schiffe!

Da die Kreuzfahrtschiffe allerdings immer größer werden, ist es meist nicht mehr möglich kleinere Häfen anzulaufen! Die Schiffe müssen also einige Hundert Meter vor der Küste liegen bleiben und weiterhin ihre Motoren laufen lassen.

In dieser stark wachsenden Branche wird die Entwicklung von neuen Technologien wohl vorerst nicht ins stocken geraten.