Schiffsverkehr in der Straße von Hormus

Die Straße von Hormuz ist eine der strategisch bedeutendsten Wasserstraßen der Welt. Die nur etwa 34 bis 95 Kilometer breite Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean. Als „Nadelöhr“ der globalen Energiewirtschaft passieren täglich rund 20 % des weltweit verbrauchten Erdöls diese Passage. Flankiert vom Iran im Norden sowie dem Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Süden, ist sie aufgrund ihrer geringen Breite und politischen Spannungen ein Brennpunkt der Weltgeopolitik. Für die Schifffahrt ist die Passage navigations-technisch anspruchsvoll, da die Trennungsgebiete für ein- und auslaufende Tanker nur wenige Kilometer breit sind.


Aktuelle Themen zur Straße vom Hormus

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TUI Mein Schiff

Aktuelle Position und die Route aus dem Nahen Osten

Archiv

Wie begann die Krise am 28.02.2026

Update (14.05.2026): Maritime Sicherheitslage im Nahen Osten

Die Hoffnung auf eine schnelle Stabilisierung der Region hat sich nach den massiven Eskalationen Anfang 2026 zerschlagen. Insbesondere die Ereignisse rund um den 28. Februar 2026 – markiert durch militärische Luftschläge und die Sperrung der Straße von Hormus – haben die Schifffahrt in einen dauerhaften Krisenmodus versetzt.

Stillstand und logistischer Albtraum

Die Kreuzfahrtindustrie im Orient steht faktisch still. Nachdem die Region lange Zeit als „stabil genug“ galt, haben die Reedereien nun drastische Konsequenzen gezogen.

Einstellung der Saison: TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC Cruises haben ihre Orient-Saisons 2025/2026 offiziell für beendet erklärt. Auch für die kommende Wintersaison 2026/2027 wurden bereits zahlreiche Reisen abgesagt oder in alternative Gebiete (Karibik, Kanaren, Nordeuropa) umgeroutet.

„Safe Havens“: Schiffe, die noch in der Region verbleiben, dienen oft nur noch als schwimmende Unterkünfte für die Kernbesatzung in militärisch geschützten Häfen. Berichte über Raketeneinschläge in der Nähe des Hafens von Abu Dhabi haben das Vertrauen in die Sicherheit vor Ort nachhaltig erschüttert.

Routenanpassungen: Klassische Transreisen durch das Rote Meer finden nicht mehr statt. Werden Schiffe verlegt, erfolgt dies fast ausschließlich über die lange und kostspielige Route um das Kap der Guten Hoffnung (Südafrika).

Die „Abkürzung“ durch den Suezkanal

Die Entscheidung der Reedereien, den Suezkanal zu meiden, hat primär mit der Sicherheitslage im südlichen Bereich der Route zu tun – also dem Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab.

Obwohl der Suezkanal selbst sicher sein mag, ist er für Schiffe, die zwischen Europa und Asien (oder dem Orient) verkehren, das „Nadelöhr“, das unweigerlich in die Krisenzone des Roten Meeres führt. Hier sind die Hauptgründe für den Stopp:

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Die Bedrohung durch Raketen und Drohnen

Im südlichen Roten Meer greifen Huthi-Milizen seit Ende 2023 verstärkt die internationale Schifffahrt an. Dabei werden Boden-Meer-Raketen und Kamikaze-Drohnen eingesetzt. Während Frachtschiffe teilweise unter militärischem Schutz fahren, ist das Risiko für Kreuzfahrtschiffe mit tausenden Passagieren an Bord ethisch und wirtschaftlich nicht vertretbar. Ein einziger Treffer hätte katastrophale humanitäre Folgen.

Unberechenbarkeit der Angriffsziele

Ursprünglich richteten sich die Angriffe gegen Schiffe mit Bezug zu Israel, den USA oder Großbritannien. Mittlerweile hat sich die Lage jedoch so weit verschärft, dass die Kriterien für Angriffe unklar sind oder es zu Verwechslungen kommen kann. Da Kreuzfahrtreedereien oft internationale Firmengeflechte sind (z. B. amerikanische Mutterkonzerne wie Carnival Corp. hinter AIDA oder Royal Caribbean hinter TUI), gelten sie als potenzielle Ziele.

Explodierende Versicherungsprämien

Für Fahrten durch das Rote Meer sind die Versicherungsgebühren für Schiffe (sogenannte „War Risk“-Prämien) massiv gestiegen. Bei einem Kreuzfahrtschiff, das einen Wert von einer Milliarde Euro oder mehr hat, erreichen diese Kosten Regionen, die den Betrieb der Route unrentabel machen. Viele Versicherer schließen den Schutz für diese Zone mittlerweile sogar komplett aus.

Das „Alles oder Nichts“-Prinzip der Route

Wer durch den Suezkanal will, muss zwangsläufig das gesamte Rote Meer durchqueren, um in den Indischen Ozean oder zum Persischen Golf zu gelangen. Es gibt keine sichere Abzweigung. Da die Gefahr am südlichen Ende (Jemen) lauert, macht die Passage des Kanals im Norden für Schiffe, die eigentlich nach Dubai, Abu Dhabi oder Asien wollen, keinen Sinn mehr.

Logistische Planungssicherheit

Eine Kreuzfahrt wird oft Jahre im Voraus geplant. Die aktuelle Volatilität der Lage lässt keine verlässlichen Fahrpläne zu. Bevor ein Schiff kurz vor der Einfahrt in den Kanal umdrehen muss, entscheiden sich die Reedereien lieber frühzeitig für die sichere, wenn auch viel längere Route um das Kap der Guten Hoffnung (Südafrika).


Handelsverkehr: Umwege als neuer Standard

Der Handelsverkehr ist massiv beeinträchtigt. Das Rote Meer und der Suezkanal haben ihre Rolle als zentrale Schlagader des Welthandels vorerst verloren.

Militärischer Schutz: Nur noch vereinzelte Konvois unter starkem militärischem Schutz wagen die Passage, wobei Schiffe mit Bezug zu den USA, Großbritannien oder Israel weiterhin primäre Ziele für Angriffe (z. B. durch Huthi-Milizen) bleiben.

Meidungsraten: Große Containerreedereien wie Maersk, Hapag-Lloyd und MSC meiden das Rote Meer weiterhin konsequent. Das Verkehrsaufkommen im Suezkanal ist bei bestimmten Schiffstypen (insbesondere Containerschiffen und LNG-Tankern) um über 90 % eingebrochen.

Wirtschaftliche Folgen

Lieferketten: Die Umleitung um Afrika verlängert die Fahrzeit um etwa 10 bis 14 Tage, was zu erheblichen Verzögerungen in europäischen Häfen führt.

Kosten: Die Frachtraten und Versicherungsprämien für die Region sind massiv gestiegen. Reedereien erheben hohe Sicherheitszuschläge (Peak Season Surcharges), was sich direkt auf die Preise für Importgüter aus Asien auswirkt.


🚢 Sicherheitslage


Aktuelles Update zur Kreuzschifffahrt im Nahen Osten – 17. Mai 2026

Aktuelles Update zur Kreuzschifffahrt im Nahen Osten – 17. Mai 2026

Sehr geehrte Kreuzfahrt-Gäste und Angehörige,

als Ihr spezialisierter Analyst für maritime Sicherheit und Kreuzfahrt-Tourismus von schiffsradar24.de informieren wir Sie heute, am Sonntag, den 17. Mai 2026, über die aktuelle Lage der Kreuzschifffahrt im Nahen Osten, insbesondere im Persischen Golf, Roten Meer und Golf von Oman.

Aktuelle Eilmeldungen zur Sicherheitslage

  • **Entspannung bei Reisewarnungen:** Das Auswärtige Amt hat zum 1. Mai 2026 die Reisewarnungen für mehrere Golfstaaten, darunter die VAE, Oman, Katar, Bahrain und Jordanien, auf Sicherheitshinweise herabgestuft. Der Transit über regionale Luftfahrtdrehkreuze ist weitestgehend wieder möglich.
  • **“Mein Schiff 4 & 5″ wieder auf Kurs:** Die Schiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 von TUI Cruises haben die Orient-Region erfolgreich verlassen und befinden sich auf dem Weg ins Mittelmeer. Die ursprünglich abgesagten Reisen ab dem 17. Mai (Triest) und 15. Mai (Heraklion) finden wie geplant statt.
  • **MSC Euribia startet in Nordeuropa:** Die MSC Euribia hat den Persischen Golf ebenfalls verlassen und ist in Kiel eingetroffen, um am 16. Mai 2026 ihre Sommersaison in Nordeuropa zu beginnen.
  • **Celestyal Flotte im Mittelmeer:** Die Celestyal Discovery und Celestyal Journey sind nach rund zweimonatiger Zwangspause im Persischen Golf ins Mittelmeer zurückgekehrt und haben ihren Betrieb am 1. bzw. 2. Mai 2026 wieder aufgenommen.
  • **Langfristige Routenanpassungen:** Mehrere Reedereien, darunter TUI Cruises (Mein Schiff Flow) sowie AIDA und Costa, haben ihre Orient-Kreuzfahrten für die Wintersaison 2026/27 aufgrund der anhaltend instabilen Lage im Nahen Osten abgesagt.

Zusammenfassung der Lage für Kreuzfahrt-Gäste

Die unmittelbare Situation für die im März 2026 betroffenen Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises, MSC und Celestyal hat sich deutlich entspannt. Alle genannten Schiffe konnten die Region sicher verlassen und haben ihren regulären Betrieb in europäischen Gewässern wieder aufgenommen oder stehen kurz davor. Die Versorgungslage an Bord war während der Wartezeiten stets gewährleistet, und die Sicherheit der Crew und verbliebenen Gäste hatte oberste Priorität. Obwohl die Reisewarnungen für einige Golfstaaten gelockert wurden, rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht notwendigen Reisen in die Region ab, da die Sicherheitslage volatil bleibt und eine kurzfristige Verschärfung nicht ausgeschlossen werden kann. Für zukünftige Orient-Kreuzfahrten haben die Reedereien bereits weitreichende Anpassungen vorgenommen und Routen für die kommende Wintersaison gestrichen, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.

Dieser Bericht wird automatisch aktualisiert von schiffsradar24.de

Die Flucht der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5

Der Rückzug der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 aus dem Orient Anfang 2026 markierte einen dramatischen Wendepunkt für TUI Cruises. Nachdem die Sicherheitslage am 28. Februar 2026 durch militärische Eskalationen kritisch wurde, mussten die Schiffe die Region unter Zeitdruck verlassen.

Mein Schiff 4

Mein Schiff 5


Der Abbruch der Reisen

Die Kreuzfahrten wurden abrupt beendet, als klar wurde, dass eine sichere Passage durch die Straße von Hormus und das Rote Meer für Passagierschiffe nicht mehr gewährleistet werden konnte.

  • Mein Schiff 5: Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt im Persischen Golf. Die laufende Kreuzfahrt wurde abgebrochen, und die Passagiere wurden so schnell wie möglich über die Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi ausgeflogen.
  • Mein Schiff 4: Auch hier wurden die Gäste vorzeitig von Bord gebracht, um das Schiff für die notwendige Überführung vorzubereiten.

Die Route der „Flucht“: Kap der Guten Hoffnung

Da der Suezkanal aufgrund der Bedrohungslage im Roten Meer als Route ausschied, blieb nur der lange Umweg um den afrikanischen Kontinent.

  • Vermeidung des Roten Meeres: TUI Cruises entschied sich aus Sicherheitsgründen gegen die Passage durch das Bab al-Mandab.
  • Kurs Südafrika: Beide Schiffe traten die Reise um das Kap der Guten Hoffnung an. Dies bedeutete eine zusätzliche Strecke von mehreren tausend Seemeilen und eine Fahrtzeit von etwa zwei bis drei Wochen ohne Gäste an Bord.
  • Herausforderung Logistik: Während dieser Überführung mussten die Schiffe in sicheren Häfen entlang der afrikanischen Küste (z. B. auf den Seychellen oder in südafrikanischen Häfen wie Cape Town) Treibstoff und Vorräte bunkern.
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Aktueller Status

Nach der erfolgreichen, aber kostspieligen Überführung haben die Schiffe die Risikozone verlassen:

  • Mein Schiff 4 & 5: Beide Schiffe haben den afrikanischen Kontinent umrundet und befinden sich mittlerweile in sichereren Gewässern.
  • Saison-Aus: Für den restlichen Frühling 2026 wurden alle geplanten Orient-Fahrten gestrichen. Die Schiffe werden nun für alternative Routen im Mittelmeer oder in Nordeuropa vorbereitet, um den Sommerfahrplan zu sichern.

Die „Flucht“ der Mein-Schiff-Flotte gilt in der Branche als Beispiel für das konsequente Risikomanagement der großen Reedereien, bei dem die Sicherheit von Crew und Schiff (trotz der enormen Verluste durch den Routenausfall) über die wirtschaftlichen Interessen der ursprünglichen Routenplanung gestellt wurde.

Archiv zur Sicherheitslage – 2026

Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich am vergangenen Wochenende (28. Februar 2026) massiv zugespitzt. Nach militärischen Auseinandersetzungen in der Region und der Sperrung wichtiger Lufträume sowie der Straße von Hormus steht der Kreuzfahrtbetrieb im Persischen Golf faktisch still. Für Tausende Passagiere an Bord der Flotten von AIDA Cruises und TUI Mein Schiff hat dies weitreichende Konsequenzen.

Die aktuelle Lage: Wo befinden sich die Schiffe?

Während einige Reedereien die Region bereits vorsorglich verlassen hatten, wurden andere von der Geschwindigkeit der Eskalation überrascht.

  • TUI Mein Schiff: Die Schiffe Mein Schiff 4 (aktuell in Abu Dhabi) und Mein Schiff 5 (in Doha) liegen derzeit in den Häfen fest. Geplante Gästewechsel am 1. und 2. März mussten abgesagt werden, da zahlreiche Flüge in die Golfregion gestrichen wurden oder umkehren mussten.
  • AIDA Cruises: Die Rostocker Reederei hatte bereits im Vorfeld der Wintersaison 2025/2026 die Reißleine gezogen. Alle Orient-Reisen der AIDAprima wurden frühzeitig abgesagt und das Schiff stattdessen in Nordeuropa eingesetzt. Auch die AIDAbella befindet sich derzeit nicht in der Krisenregion, sondern absolviert ein Modernisierungsprogramm in Marseille. AIDA-Gäste sind somit aktuell nicht unmittelbar von den Hafensperrungen betroffen.

Die Frage, warum TUI Cruises (im Gegensatz zu AIDA) die Orient-Saison nicht schon Monate im Voraus abgesagt hat, beschäftigt aktuell viele enttäuschte Urlauber. Die Antwort liegt in einer Mischung aus rechtlichen Rahmenbedingungen, wirtschaftlichem Risiko und der Art der Eskalation.

Hier sind die Hauptgründe für das späte Handeln:

1. Die rechtliche Grundlage: Die Reisewarnung

Für Reiseveranstalter ist das Auswärtige Amt der entscheidende Taktgeber. Solange keine explizite Reisewarnung für ein Zielgebiet vorliegt, haben Reedereien kaum eine rechtliche Handhabe, Reisen einseitig abzusagen, ohne auf den Kosten sitzen zu bleiben.

  • AIDA hat sich bereits Ende 2025 für eine proaktive Absage entschieden und dabei das wirtschaftliche Risiko (leere Kabinen auf Ersatzrouten) bewusst in Kauf genommen.
  • TUI Cruises hielt am Fahrplan fest, solange die Region als „stabil genug“ galt. Erst mit den massiven militärischen Luftschlägen am 28. Februar 2026 und der darauffolgenden Reisewarnung gab es die notwendige Rechtsgrundlage für eine kostenfreie Stornierungswelle.

2. Schnelligkeit der Eskalation

Der aktuelle Konflikt verschärfte sich innerhalb von weniger als 48 Stunden dramatisch. Noch Mitte Februar 2026 galt die Route Dubai–Abu Dhabi–Muscat als vergleichsweise sicher, da die Angriffe der Huthis sich primär auf das Rote Meer konzentrierten und nicht auf den Persischen Golf. Die plötzliche Sperrung der Straße von Hormus und des Luftraums über Katar und den Emiraten kam in dieser Intensität für viele Experten überraschend.

3. Logistik und Flugrechte

Ein wesentlicher Grund für das „Festsitzen“ ist die Koppelung von Kreuzfahrt und Flug. TUI Cruises nutzt oft eigene Charterflüge oder feste Kontingente bei Emirates und Qatar Airways.

  • Da die Schiffe bereits im Orient waren, hätte eine vorzeitige Verschiebung (z.B. nach Europa) eine wochenlange Leerfahrt ohne Gäste bedeutet.
  • TUI hoffte bis zuletzt, den Betrieb lokal aufrechtzuerhalten, während AIDA die AIDAprima gar nicht erst in den Orient schickte.

4. Wirtschaftliche Abwägung

AIDA gehört zum US-Giganten Carnival Corp., der global über mehr Flexibilität verfügt. TUI Cruises ist ein Joint Venture (TUI AG und Royal Caribbean), das stark auf den deutschen Markt fokussiert ist. Eine komplette Saisonabsage bedeutet Millionenverluste. TUI entschied sich für das Prinzip Hoffnung („Sichtfahren“), was nun dazu führte, dass Flugzeuge am Samstag (28.02.) teilweise im Flug umkehren mussten.

Zusammenfassung

Man kann TUI Cruises vorwerfen, weniger risikofreudig als AIDA agiert zu haben. Während AIDA auf „Nummer sicher“ ging und Gästen Planungssicherheit gab, agierte TUI reaktiv. Das Ergebnis ist das aktuelle Chaos: Tausende Gäste sitzen in Abu Dhabi und Doha fest, da die Reederei erst reagierte, als der Luftraum bereits geschlossen war.

Neben TUI Mein Schiff und AIDA (die ihre Schiffe bereits abgezogen hatten) sind derzeit mehrere internationale Reedereien massiv von der Eskalation im Persischen Golf betroffen. Stand heute (2. März 2026) sitzen mindestens vier weitere prominente Schiffe in den Häfen fest oder mussten ihre Reisen komplett abbrechen.

Hier ist der Überblick für dein Schiffsradar:

1. MSC Euribia (MSC Cruises)

Das Flaggschiff der Meraviglia-Plus-Klasse ist derzeit das größte betroffene Schiff in der Region.

  • Status: Die MSC Euribia liegt aktuell im Hafen von Dubai fest.
  • Lage: Die für den 1. März geplante Abfahrt ab Doha wurde gestrichen. Kapitän Paolo Benini informierte die Gäste, dass das Schiff auf Anweisung der regionalen US-Militärbehörden bis auf Weiteres im sicheren Hafen von Dubai verbleibt. Der Hafen von Doha gilt derzeit als offiziell geschlossen.

2. Celestyal Journey & Celestyal Discovery (Celestyal Cruises)

Die griechische Reederei Celestyal ist mit gleich zwei Schiffen in der Krisenregion „gefangen“.

  • Celestyal Journey: Das Schiff liegt derzeit in Doha (Katar). Die geplante Abfahrt am 2. März ab Dubai wurde abgesagt. Den Gästen wurde angeboten, bis zum 7. März an Bord zu bleiben, da ein Rückflug aufgrund der Luftraumspperren derzeit kaum zu organisieren ist.
  • Celestyal Discovery: Befindet sich aktuell in Abu Dhabi. Auch hier wurden die Reisen ab dem 2. März gestrichen. Laut Reederei dürfen Passagiere das Schiff in Dubai aufgrund lokaler Sicherheitsanweisungen derzeit nicht verlassen (Ausschiffungsverbot).

3. Aroya (Aroya Cruises)

Die neue saudi-arabische Luxusreederei hat erst kürzlich ihren Betrieb aufgenommen und ist nun unmittelbar betroffen.

  • Status: Das Schiff Aroya liegt derzeit in einem saudischen Golfhafen (Dammam/Jeddah-Bereich) fest.
  • Lage: Es gibt momentan keinen klaren Zeitplan für eine Fortsetzung der Reisen. Die Reederei hat alle Abfahrten bis mindestens 8. März unter Vorbehalt gestellt.

4. Resort World One (Resorts World Cruises)

Das Schiff, das normalerweise Kurzreisen ab Dubai nach Sir Bani Yas und Doha anbietet, hat den Betrieb eingestellt.

  • Status: Die aktuellen Touren werden als „nicht verfügbar“ gelistet. Das Schiff verbleibt in der Nähe von Port Rashid (Dubai) in Warteposition.

Drei Wochen nach der massiven Eskalation im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus am 28. Februar 2026 hat sich die Lage für die Kreuzfahrtindustrie geklärt – wenn auch mit drastischen Folgen. Fast alle Reedereien haben die Reißleine gezogen und ihre Orient-Saison 2025/2026 offiziell für beendet erklärt.

Die aktuelle Lage: Rückholung abgeschlossen, Schiffe außer Dienst

Während Anfang März noch Tausende Passagiere in den Häfen von Abu Dhabi, Dubai und Doha festsaßen, ist der Rückreiseprozess heute weitgehend abgeschlossen.

  • TUI Mein Schiff: TUI Cruises konnte den Krisenmodus beenden. Bis zum 12. März wurden alle rund 2.500 Gäste der Mein Schiff 5 sowie die Passagiere der Mein Schiff 4 evakuiert. Da die Lufträume über den Emiraten und Katar teils gesperrt blieben, erfolgten die Rückflüge größtenteils über den saudi-arabischen Flughafen in Riad, wohin die Gäste per gesicherten Bustransfers oder Sonderflügen gebracht wurden.
  • Status Mein Schiff 4 & 5: Beide Schiffe befinden sich aktuell ohne Gäste außer Dienst. TUI hat alle Orient-Abfahrten der Mein Schiff 4 bis zum 23.03. und der Mein Schiff 5 bis zum 29.03.2026 verbindlich abgesagt. Die Schiffe werden nun auf dem Seeweg rund um Afrika nach Europa überführt.
  • AIDA Cruises: Die proaktive Strategie von AIDA hat sich ausgezahlt. Die AIDAprima ist bereits erfolgreich in Nordeuropa (Kiel/Hamburg) im Einsatz, während die AIDAbella nach ihrem Werftaufenthalt in Marseille am 11. März den Dienst im Mittelmeer wieder aufgenommen hat. AIDA-Gäste waren somit zu keinem Zeitpunkt von den Blockaden im Golf betroffen.

Die dramatischen Stunden vom Wochenende des 28. Februar, als auf der Mein Schiff 4 zeitweise das Kommando „Safe Haven“ (Gäste mussten Schutz im Schiffsinneren suchen) ausgegeben wurde, sind vorbei. Berichte über Raketeneinschläge in der Nähe des Hafens von Abu Dhabi hatten die Branche erschüttert. Aktuell dienen die Schiffe in der Region nur noch als schwimmende Unterkünfte für die Kern-Besatzung, während die Häfen unter erhöhtem militärischen Schutz stehen.

Internationale Reedereien: Kompletter Rückzug

Nicht nur die deutschen Anbieter, auch internationale Schwergewichte haben die Region verlassen:

  • MSC Euribia: MSC Cruises hat die gesamte restliche Orient-Saison der MSC Euribia abgesagt. Das Schiff verbleibt in Warteposition in Dubai, bis eine sichere Überführung nach Europa (ebenfalls via Kapstadt) koordiniert ist.
  • Celestyal & Aroya: Sowohl Celestyal Cruises als auch die neue saudi-arabische Reederei Aroya haben ihre Betriebstätigkeit im Golf bis zur Sommersaison eingestellt. Die Celestyal Journey und Discovery werden direkt in ihre Mittelmeer-Basen zurückkehren.

Nicht nur die deutschen Anbieter, auch internationale Schwergewichte haben die Region verlassen:

  • MSC Euribia: MSC Cruises hat die gesamte restliche Orient-Saison der MSC Euribia abgesagt. Das Schiff verbleibt in Warteposition in Dubai, bis eine sichere Überführung nach Europa (ebenfalls via Kapstadt) koordiniert ist.
  • Celestyal & Aroya: Sowohl Celestyal Cruises als auch die neue saudi-arabische Reederei Aroya haben ihre Betriebstätigkeit im Golf bis zur Sommersaison eingestellt. Die Celestyal Journey und Discovery werden direkt in ihre Mittelmeer-Basen zurückkehren.

Warum das Rote Meer keine Option ist

Die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr durch den Suezkanal hat sich zerschlagen. Da die Straße von Hormus durch den Iran kontrolliert wird und die Huthi-Rebellen im Roten Meer ihre Angriffe intensiviert haben, wählen alle Reedereien die Route um das Kap der Guten Hoffnung (Südafrika). Dies bedeutet für die Schiffe eine Überführungsfahrt von ca. drei Wochen ohne Passagiere.

Was betroffene Urlauber jetzt wissen müssen

Die Reedereien haben ihre Kulanzregelungen finalisiert:

  1. Rückerstattung: Für alle abgesagten Reisen erhalten Kunden den vollen Reisepreis zurück.
  2. Entschädigung: Da es sich um „außergewöhnliche Umstände“ (Kriegshandlungen) handelt, lehnen viele Reedereien zusätzliche Schadenersatzansprüche ab. Rechtsexperten prüfen jedoch, ob TUI Cruises durch das späte Reagieren im Vergleich zu AIDA eine Teilschuld an den entstandenen Unannehmlichkeiten trägt.
  3. Umbuchung: Wer auf Sommer-Routen in Nordeuropa oder im Mittelmeer umbucht, erhält oft Rabatte von 10% bis 20% auf die neue Buchung.

Während die Gäste bereits im März über Riad und andere Ausweichflughäfen zurückgeflogen wurden, gibt es für die Schiffe selbst derzeit kaum einen Ausweg. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ist für westliche Schiffe weiterhin mit einem „kritischen Risiko“ eingestuft.

  • TUI Mein Schiff 4 & 5: TUI Cruises musste die Reißleine erneut ziehen. Alle Orient-Abfahrten der Mein Schiff 4 wurden nun bis einschließlich 06.05.2026 und die der Mein Schiff 5 bis zum 01.05.2026 abgesagt. Besonders bitter: Auch die geplanten Transreisen von Kapstadt nach Europa (eigentlich als Ausweichroute gedacht) fallen teilweise aus, da die Schiffe den Golf gar nicht erst verlassen konnten.
  • MSC Euribia: Das Flaggschiff der MSC-Flotte steckt weiterhin in Dubai fest. Die geplante „Grand Voyage“ nach Kiel wurde komplett gestrichen. Da das Schiff den Weg nach Nordeuropa über das Kap der Guten Hoffnung (ca. 3-4 Wochen Fahrtzeit) noch nicht antreten konnte, ist der Start der Sommersaison in Kiel (geplant für Mai) massiv gefährdet. Das Schiff befindet sich aktuell im „Hot Layup“-Modus mit minimaler Crew.
  • AIDA Cruises: AIDA bleibt der „Gewinner“ der Krise, da man die Schiffe (AIDAprima und AIDAbella) bereits vor der Sperrung aus der Gefahrenzone abgezogen hatte. DieAIDAprima ist planmäßig in Nordeuropa unterwegs, die AIDAbella absolviert derzeit Reisen im Bereich der Kanaren und Westeuropa mit Ziel Kiel.

    Status der internationalen Reedereien
  • Die Region ist zur „No-Go-Area“ für den internationalen Tourismus geworden:
  • Celestyal Cruises: Die Celestyal Journey und Celestyal Discovery sitzen ebenfalls im Golf fest. Erste Mittelmeer-Abfahrten im April mussten bereits abgesagt werden, da die Schiffe physisch nicht aus dem Persischen Golf herauskommen.
  • Aroya Cruises: Die neue saudi-arabische Reederei hat die gesamte Orient-Saison 2026 für den Golf abgesagt. Ein Neustart der Aroya Manara ist erst für Mitte Mai ab Dschidda (Rotes Meer) geplant – vorausgesetzt, das Schiff kann sicher dorthin verlegt werden.

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