
Eine ungewöhnliche Situation ereignete sich kürzlich in Rotterdam: Die AIDAmar Trockendock mit Passagieren bei Damen Shiprepair für einen planmäßigen Werftaufenthalt. Das Besondere dabei: Über 2.000 Gäste befanden sich noch an Bord des Kreuzfahrtschiffes, während es für eine Unterwasserinspektion aus dem Wasser gehoben wurde. Dieser Vorfall, der Anfang Juli 2026 stattfand, wirft ein Schlaglicht auf die logistischen Herausforderungen und die Flexibilität der modernen Kreuzfahrtindustrie. Normalerweise werden solche Arbeiten ohne Gäste durchgeführt, um Beeinträchtigungen zu vermeiden und maximale Sicherheit zu gewährleisten.
Details zum Werftaufenthalt und zur Inspektion
Die AIDAmar, ein Schiff der AIDA-Flotte, wurde zum Botlek-Standort von Damen Shiprepair Rotterdam gebracht. Ziel des Aufenthalts war eine sogenannte „Out-of-Water Survey“, also eine Begutachtung des Schiffsrumpfes und der unter der Wasserlinie liegenden Komponenten. Solche Inspektionen sind für die Klassifizierung und den sicheren Betrieb eines jeden Schiffes gesetzlich vorgeschrieben und erfolgen in regelmäßigen Intervallen. Während das Schiff im Trockendock ruhte, konnten die Techniker und Gutachter die Außenhülle, Propeller, Ruder und andere wichtige Systeme außerhalb des Wassers gründlich überprüfen. Die Anwesenheit von Passagieren während dieses Prozesses ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass es sich um eine besonders zeitkritische oder gut koordinierte Maßnahme handelte. Es ist davon auszugehen, dass die Reederei und die Werft umfassende Vorkehrungen getroffen haben, um die Sicherheit und den Komfort der anwesenden Gäste bestmöglich zu gewährleisten.
Auswirkungen auf Passagiere und Branchenpraxis
Für die über 2.000 Passagiere an Bord bedeutete der Aufenthalt im Trockendock wahrscheinlich eine andere Erfahrung als eine reguläre Kreuzfahrt. Obwohl die genauen Einschränkungen nicht öffentlich gemacht wurden, ist anzunehmen, dass Bereiche des Schiffes zeitweise nicht zugänglich waren oder bestimmte Aktivitäten eingestellt wurden. Dennoch zeigt die Entscheidung von AIDA Cruises, die Gäste an Bord zu belassen, ein hohes Maß an Vertrauen in die Planung und Durchführung des Werftaufenthalts durch Damen Shiprepair. In der Regel werden Trockendock-Aufenthalte dazu genutzt, umfangreiche Wartungs-, Reparatur- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen, bei denen Lärm, Staub und der Einsatz schwerer Geräte unvermeidlich sind. Eine reine „Out-of-Water Survey“ ist hingegen oft weniger invasiv und kann unter bestimmten Umständen mit geringeren Beeinträchtigungen verbunden sein, was die Anwesenheit von Passagieren eher denkbar macht. Dies unterstreicht die Bestrebungen der Reedereien, Betriebsunterbrechungen zu minimieren und Reisepläne auch bei notwendigen technischen Maßnahmen aufrechtzuerhalten.
Quelle: Cruise Industry News



